Leh­re und Aus­bil­dung

Die Lehre bildet einen der wichtigsten Bausteine bei der Etablierung additiver Fertigungsverfahren als vollwertige Fertigungsverfahren. Aus diesem Grund engagiert sich das DMRC in vielen Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen Rund um das Thema der additiven Fertigung. Die angebotenen Maßnahmen umfassen sowohl Grundlagenveranstaltungen als auch sehr tiefgehende und fundierte Schulungen. Das Spektrum der adressierten Nutzer reicht dabei von Studierenden über Lehrende bis hin zu Experten aus der Industrie. Weiterhin können alle Studierende der Universität Paderborn im StudentLab3D Bauteile fertigen lassen sowie Schulungen zum Thema “Additive Fertigung” besuchen.

Stu­den­ti­sche Ar­bei­ten

Stu­d­ent­Lab3D

Ar­beits­grup­pen und Aus­schüs­se

Lehrveranstaltungen zur Additiven Fertigung

Den Studierenden der Universität Paderborn steht eine große Anazhl an Lehrveranstaltungen zur Auswahl.  Diese sind im Anschluss kurz erklärt. 

 

Mas­ter­stu­dien­gang: Ad­di­ti­ve Ma­nu­fac­tu­ring

Der Masterstudiengang „Additive Manufacturing“ ist ein neuer, vollständiger englischsprachiger Masterstudiengang mit einer Regelstudienzeit von vier Semestern und einem Umfang von 120 ECTS. Er vermittelt umfassende Kenntnisse zu additiven Fertigungstechnologien für Kunststoffe und Metalle sowie zu deren industriellen Anwendungen. uni-paderborn.de

Im Mittelpunkt stehen unter anderem Werkstoffkunde, 3D-Metalldruck, Pulvertechnologie, Struktur- und Produktoptimierung, Konstruktionsrichtlinien für die additive Fertigung sowie die Entwicklung und Nachbearbeitung additiv gefertigter Produkte. Ergänzend können individuelle Schwerpunkte beispielsweise in den Bereichen Keramikdruck, Design for Additive Manufacturing, Recycling, Rheologie oder Additive Consulting gesetzt werden. uni-paderborn.de

Neben dem vollständigen Masterstudiengang können auch Studierende ingenieurwissenschaftlicher Studiengänge ausgewählte Module im Rahmen ihres Wahlbereichs belegen. Damit eröffnet das Angebot die Möglichkeit, fachliche Kenntnisse in der additiven Fertigung gezielt zu vertiefen.

 

Mo­dul: Fun­da­men­tals of Ad­di­ti­ve Ma­nu­fa­cu­ring

Das englischsprachige Modul „Fundamentals of Additive Manufacturing“ wird regelmäßig im Wintersemester angeboten und vermittelt einen umfassenden Einstieg in die Grundlagen der additiven Fertigung. Im Mittelpunkt stehen die Einordnung und Bewertung unterschiedlicher additiver Verfahren sowie die wesentlichen Schritte der Prozesskette – von der Konstruktion über die Fertigung bis zur Nachbearbeitung.

Behandelt werden Verfahren zur Herstellung polymerer und metallischer Bauteile, darunter Extrusions-, Pulverbett- und Lithografieverfahren sowie Laser Powder Bed Fusion, Elektronenstrahlschmelzen und Direct Metal Deposition. Ergänzend vermittelt das Modul Konstruktionsrichtlinien für die additive Fertigung, Methoden der Produkt- und Topologieoptimierung sowie Grundlagen zu Wirtschaftlichkeit, Supply Chain, Qualitätsmanagement, Arbeitssicherheit und Produktschutz.

Die Studierenden lernen, die jeweiligen Vor- und Nachteile additiver Fertigungsverfahren zu beurteilen, geeignete Technologien für konkrete Anwendungen auszuwählen und AM-gerechte Konstruktionen zu entwickeln.

Mo­dul: Ad­di­ti­ve Fer­ti­gung 1 und Ad­di­ti­ve Fer­ti­gung 2

Hinweis: Die Vorlesungen „Additive Fertigung 1“ und „Additive Fertigung 2“ werden seit dem Sommersemester 2025 nicht mehr angeboten. 

Bis dahin wurden in „Additive Fertigung 1“ die Grundlagen der additiven Fertigung sowie die Verfahren Lasersintern, Fused Filament Fabrication (FFF/FDM) und Laserschmelzen behandelt. Darüber hinaus vermittelte die Vorlesung die wesentlichen Schritte der additiven Prozesskette und gab einen Überblick über Anwendungsfelder dieser Technologien.

„Additive Fertigung 2“ vertiefte die konstruktionsgerechte Entwicklung additiv gefertigter Bauteile, die rechnergestützte Produktoptimierung sowie weitere additive Fertigungsverfahren, beispielsweise Multi Jet Fusion, PolyJet-/MultiJet-Printing und Stereolithografie. Ergänzt wurden die Inhalte durch wirtschaftliche Aspekte, Themen des Qualitätsmanagements sowie Fragen des Produktschutzes und der rechtlichen Rahmenbedingungen. Beispiele aus Forschung und Praxis veranschaulichten die Potenziale und Einsatzmöglichkeiten der additiven Fertigung.